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Wie gut kann/will Deutschland seine Kinder zukünftig versorgen?

03.05.2018

Auf dem Parlamentarischen Frühstück der DAKJ skizzierte die DGKJ-Präsidentin aktuelle gesundheitspolitische Aspekte der Kinder- und Jugendmedizin.

Bild: DAKJ

Am 26. April 2018 lud die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) zu einem parlamentarischen Frühstück. 14 Abgeordnete sowie 7 Mitarbeiter aus Abgeordnetenbüros diskutierten mit Vertretern von DAKJ, DGKJ und BVKJ über die Zukunft der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

Aus dem Bericht der DAKJ über die Veranstaltung:

Prof. Ingeborg Krägeloh-Mann, Vorstandsmitglied der DAKJ und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin (DGKJ) wies in ihrem Vortrag zunächst auf die Bedeutung eines nationalen Forschungszentrums für Kindergesundheit,  nicht zuletzt auch für die medizinische Versorgung von Kindern- und Jugendlichen, hin. Der wirtschaftlich rentable Betrieb von Kliniken/Abteilungen für Kinder-und Jugendmedizin sei zunehmend schwierig, weil stationäre Kinder- und Jugendmedizin aufgrund ihrer Struktur im Vergleich zu anderen Fachgebieten benachteiligt ist (u.a. hohe Notfallquote sowie  höhere Vorhaltekosten bei einer größeren Bandbreite an medizinischen Leistungen). Die  im Rahmen einer leitliniengerechten Therapie oftmals unvermeidliche Off-label-use-Medikation mit für Patienten im Kindesalter nicht zugelassenen Arzneimitteln führe zu erheblichen Risiken, weil seitens der GKV keine Erstattungspflicht besteht und die Hersteller in diesen Fällen keine Haftung übernehmen. Schließlich brachte Frau Professor Krägeloh-Mann ihre Sorge um einen Fortbestand einer qualifizierten Kinderkrankenpflege zum Ausdruck. Angesichts der momentanen Fokussierung auf die Altenpflege drohten die Belange kranker Kinder und Jugendlicher bei der Diskussion um eine zukünftige Ausbildungs- und Prüfungsverordnung an den Rand gedrängt zu werden.

Die Präsentation von Frau Prof. Krägeloh-Mann und anderen Referenten sowie der Bericht über die gesamte Veranstaltung ist auf der DAKJ-Webseite veröffentlicht:

www.dakj.de/veranstaltungsberichte/parlamentarisches-fruehstueck-2018/