Bündnis gegen Schütteltrauma



DGKJ ist Kooperationspartner im „Bündnis gegen Schütteltrauma“

Mit einem bundesweiten Bündnis klärt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) seit November 2017 im Auftrag des Bundesfamilienministeriums über die Gefahren des Schüttelns auf.

Dem „Bündnis gegen Schütteltrauma“ gehören zahlreiche Verbände, Einrichtungen, Fachgesellschaften und Institutionen aus dem Gesundheitswesen, dem Kinderschutz und der Kinder- und Jugendhilfe an, darunter von Beginn an auch die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin.
Die Bündnispartner wollen die bekannten Präventionsmaßnahmen verstärken, indem sie über die Gefahren des Schüttelns von Säuglingen und Kleinkindern zusätzlich informieren und die Verbreitung der speziellen Medien an (werdende) Eltern unterstützen. Mit dem breiten „Bündnis gegen Schütteltrauma“ sollen möglichst alle Eltern und werdenden Eltern erreicht werden. Das Bündnis vereint zudem regionale und bundesweite Präventionsmaßnahmen gegen das Schütteltrauma-Syndrom.

Wie groß der Aufklärungsbedarf sowohl über die Gefahren des Schüttelns als auch über frühkindliches Schreiverhalten tatsächlich ist, berichtet das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in seinem „Faktenblatt zum Schütteltrauma“. Dort werden u. a. folgende Ergebnisse einer bundesweiten Repräsentativbefragung vorgestellt, die im Mai 2017 mit 1009 Frauen und Männern zwischen 16 und 49 Jahren vom NZFH durchgeführt wurde:42 % der Befragten haben noch nie den Begriff Schütteltrauma gehört

  • 24 % der Befragten unterliegen dem Irrtum, dass Schütteln für ein Baby „vielleicht nicht so schön sei, ihm aber auch nicht schade“
  • Zwei Drittel der Befragten wissen nicht, dass es im ersten Lebensjahr eines Babys eine besondere Schreiphase gibt
  • 18 % der Befragten können sich vorstellen, dass Babys manchmal nur schreien, um zu ärgern.

Unterstützen auch Sie das "Bündnis gegen Schütteltrauma"

Das Bündnis stellt Plakate und Flyer zur Verfügung, die Sie für Ihre Kliniken oder Praxis kostenlos bestellen und z. B. im Rahmen der U’s an Eltern geben können.
Das Faltblatt „Ihre Nerven liegen blank?“ im DIN A4-Format umfasst 6 Seiten und kann über die BZgA unter der Bestellnummer 16000535 kostenlos bezogen werden, das Plakat mit demselben Motiv ist im DIN A2-Format und unter Bestellnummer16000536 erhältlich. Bestellungen über https://www.bzga.de/infomaterialien

Sie können den Flyer anpassen und darin Hilfsangebote aus Ihrer Region aufnehmen. Dafür erhalten Sie eine offene Datei vom NZFH (Druck- und Layoutkosten können nicht übernommen werden).
Als Informationsquelle für die Elternberatung können Sie www.elternsein.info empfehlen: Hier finden junge Eltern u. a. Flyer und Filme, aber auch Listen von Beratungsstellen und Schreiambulanzen deutschlandweit.

Auf der DGKJ-Webseite können Sie sich hier einen der Filme bereits anschauen.

Dr. Sybille Lunau
DGKJ-Geschäftsstelle